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Kölner Karneval

Fastelovend en Kölle

überarbeitet:Jan. 2016
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Karneval in Köln Kölner Karneval Karneval in Köln
 ö
  Karnevalshochburg - Historie - Straßenkarneval/Termine - Jecke (Dreigestirn/Korps/Gesellschaften/Interpreten)   
   Karneval in Köln Karneval in Köln

Inhalt

1. Die Karnevalshochburg Köln - ein Überblick
2. Historie
3. Straßenkarneval in Köln mit Terminen
4. Jecke
5. Erläuterungen für die Karnevals-Gäste in Köln ("Imis")

A. Anhang (Rosenmontagszug)

Eines der kölschen Gesetze:
Jede Jeck is anders! oder wie es auf einer Demo gegen Fremdenfeindlichkeit mal entdeckt wurde: Jede Jeck is von woanders!
Diese kölsche Verhaltensregel ist eine Art Bekenntnisse zu Toleranz und Nachsicht dem anderen gegenüber und auch Toleranz gegenüber Fremden (Flüchtlingen).


1. Die Karnevalshochburg Köln - ein Überblick

Köln ist zweifellos die Karnevalshochburg Deutschlands. Karneval  – oder Fastelovend/Fasteleer, wie man in Köln sagt – und Köln ... das gehört zusammen. Für Besucher: Fasching nennen die Kölner ihren Karneval nicht! Mir sin jo nit in München! Den Kölnern liegt der Karneval im Blut, ist quasi genetisch. Kölner Karneval ... das ist

Kölner Karneval ... das ist aber auch und vor allem

Zu dieser Ursprünglichkeit gehört auch, dass das "Biotop für Bekloppte" Köln (Zitat eines früheren Soloprogramms des Kölner Kabarettisten Jürgen Becker) immer wieder im Karneval was Neues kreiert. Seit 2012 treten im Kölner Karneval etliche Nachwuchs-Musikgruppen auf. Es entstehen neue Sitzungs-Formate, wie
Die Proklamation des Dreigestirns ist ohne Verlust des Traditionellen modernisiert worden und das Dreigestirn 2016 und das Dreigestirn 2017 sprachen und sprechen dabei gepflegtes Kölsch statt des zuletzt oftmals ärgerlichem Fernseh-Deutsch/Kölsch. Bravo!

Im Kölner Karneval nicht mehr wegzudenken ist neben den
vielen Karnevals-Sitzungen und Kostüm-Bällen in den großen und kleinen Sälen der Stadt auch die "Lachende Kölnarena " (anfangs 1965 - 1998 vor der Inbetriebnahme der großen Kölnarena "Lachende Sporthalle genannt"). Dort feiern an mehreren Tagen tausende Jecken von Nah und Fern Karneval bei Sitzungen mit den Kölner Karnevals-Bands und - Rednern (2017 an 13 Tagen mit insges. ca.130 000 Besuchern) ... und Verzehr und Kölsch (in den berühmten Pittermännchen) kann mitbracht werden.

An den "tollen Tagen" werden von den Jecken die großen Plätze gefüllt und im Uni-Viertel oftmals die Zülpicher Straße "besetzt" (und die Linie 9 nach Köln-Sülz muss dann einen Umweg fahren). Bei Sitzungen, Bällen und an den "tollen Tagen" auf der Straße ist fast jeder mehr oder weniger originell kostümiert. Karneval ist in Köln ein Fest mit vielen Ausprägungen und ohne gesellschaftliche Abgrenzungen. Und schon 6-jährige werden zum "Zoch" (Rosenmontagszug) mitgenommen. Zitat Wolfgang Oelsner, Psychologe/KStA 07.02.2013): "In Köln verkleiden sich nicht nur die Menschen. Hier verkleidet sich eine ganze Stadt." Und am Aschermittwoch ist dann alles vorbei. Im Rosenmontagszug 2009 wurde der Kölner Karneval an einer Stelle wie folgt erklärt: "Karneval es, wenn sich Himmel un Ähd bützen" (Karneval ist, wenn sich Himmel und Erde küssen).

Schon die Römer feierten Karneval nach ihren heidnischen Bräuchen, so auch im Römischen Köln (CCAA).  Mit der Verbreitung des Christentums im Römischen Imperium wurden die heidnischen Bräuche aus dem Karnevalstreiben entfernt und das Fest an das Kirchenjahr angepaßt. Der Karnevals-Sonntag ist jeweils der siebte Sonntag vor Ostern, Rosenmontag ist mithin 48 Tage vor Ostersonntag. Im Mittelalter und damit auch im Mittelalterlichen Köln wurde das Fest durch die jeweils bestimmenden Schichten der Gesellschaft geprägt. Nach der Besetzung des Rheinlandes (1794) durch die Franzosen wurde jedes närrische Treiben unterbunden. Nach dem Wiener Kongress (1815), bei dem das Rheinland und damit auch Köln Preußen zugeschlagen wurde, wurde der Kölner Karneval im Jahr 1823 reformiert und erhielt seine heutige Form. In Köln fand 1823 der erste organisierte Karnevalszug in Deutschland statt, heute der größte Zug Deutschlands und wohl der Welt.. Die größten deutsche Karnevals-Umzüge neben dem Kölner Zug finden heutzutage in Mainz und Düsseldorf statt.

Die Kölner Karnevalssession wird jeweils am 11.11. um 11.11 Uhr am Heumarkt/Alter Markt in der Kölner Altstadt mit einer Veranstaltung im Freien eröffnet; dabei wird auch das neue  Dreigestirn (Prinz, Bauer und Jungfrau) vorgestellt. Nach Neujahr beginnt dann die „5. Jahreszeit“ mit dem Höhepunkt am Rosenmontag, dem in Köln „Zoch“ genannten Rosenmontagszug. Der Straßen-Karneval beginnt an Weiberfastnacht (= Donnerstag vor Karneval). Die Session endet am Aschermittwoch. Allerdings gehen in den letzten Jahren immer mehr Altstadtwirte dazu über, schon vor der Session und teilweise sogar während und in Nähe der Kölner Weihnachtsmärkte ihre Gäste mit Karnevalsmusik auf die "tollen Tage" einzustimmen, wohl nicht zuletzt deshalb, weil Karneval für die Gastronomie und für viele andere Branchen und auch für die Stadt ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Magnet für Touristen geworden ist. Manche Bürger bedauern diese Entwicklung ebenso wie so manche Alkoholexzesse vor allem junger Karnevalsjecke. Dieses Problem ist aber inzwischen beim offiziellen Karneval erkannt worden.

Die Dauer der Session
hängt vom Kalender ab, da - wie schon erwähnt - der Karnevals-Sonntag jeweils der siebte Sonntag vor Ostern ist. Sie steht immer unter einem Motto für die Sessions und den für den Rosenmontagszug. Einige Mottos aus jüngster Zeit: 2004 "Laach doch ens, et weed widder wäde" (Lach doch mal, es wird wieder gut werden),  2008 "Jeschenke för Kölle - uns Kulturkamelle"2009 "Unser Fastelovend - himmlich jeck",  2010 "In Kölle jebützt" (In Köln geküßt),  2012 "Jedem Jeck sing Pappnas",  2013: "Fastelovend em Blot, he un am Zuckerhot" (Karneval im Blut, hier und am Zuckerhut - in Rio, der Partnerstadt Kölns -), 2014 „Zokunf – Mer spingkse wat kütt“ (Zukunft - Wir gucken (vorsichtig) was kommt), 2015 „social jeck - kunterbunt vernetzt“, 2016 „Mer stelle alles op der Kopp“ (Wir stellen alles auf den Kopf) und für 2017 "Wenn mer uns Pänz (Kinder) sinn, sin mer von de Söck.". Im organisierten Teil des Karnevals gibt es ca. 160 Korps, Karnevals-Gesellschaften und -Vereine und in der Session bis ca. 600 Sitzungen und Bälle, die von unzähligen Jecken besucht werden.

Wenn man Besuchern Kölns Hinweise geben will, wo sich Karneval in Köln am besten feiern lässt, so ist das kaum zu beantworten. Karneval kann man an den tollen Tagen ab Weiberfastnacht in Köln fast überall feiern ... auf den Straßen und zentralen Plätzen in der Altstadt, im Studentenviertel am Zülpicher Platz (Uni-Nähe), in den großen Brauhäusern der Altstadt (wie u. a. Zims und Malzmühle am Heumarkt, Sion und Peters Nähe Altermarkt, Früh in Dom-Nähe), im Päffgen an der Friesenstr. und im Unkelbach im Stadtteil Köln-Klettenberg sowie in fast jeder Kneipe in der Innenstadt (Fragen Sie Kölner, wo es am urigsten zugeht!) und in fast jeder Kneipe in den Stadtvierteln (wie insbes. in der Südstadt, im Belgisches Viertel, in Nippes, Sülz und Ehrenfeld) und auch in Clubs und Discos. Der Rat an die Gäste in der Stadt: Verkleiden Sie sich und dann einfach rein in den Trubel und beim Trinken, Singen, Schunkeln und Tanzen mitmachen, auch wenn Nicht-Kölner die zumeist auf Kölsch gesungenen Karnevalslieder sicher nicht immer verstehen und nur bedingt mitsingen können. Das "Viva Colonia" der Höhner und einige weitere Leedcher sind allerdings längst bundesweit bekannt. Kölsch trinken kann hingegen jeder. Die meisten Kölner sind tolerant und vor allem zu Karneval offen für andere Menschen, so dass Fremde selten Probleme haben, in den Karneval mit einzutauchen. Besucher von außerhalb sollten aber bedenken, dass Köln zu Karnevalszeiten aus allen Nähten platzt. Die Brauhäuser und Kneipen sind zuweilen so proppevoll, dass sich Unkundige erstmal hieran gewöhnen müssen. In Köln halten sich an den Karnevalstagen zeitweise doppelt so viel Menschen auf wie sonst  (Köln hat ca. 1 Million Einwohner und zumeist - und zuletzt deutlich - über 1,2  Million Besucher beim "Zoch"!).

Übrigens: "Kölsch" ist Sprache (Kölner Dialekt), Getränk (obergäriges Bier in den kölschtypischen Stangengläsern) und Lebensphilosophie in einem.

Hinweis: Wegen der leider in den letzten Jahren zunehmenden Auswüchse mit den vorgenannten Alkohol-Exzessen von einigen Unverbesserlichen und wegen des leichtfertigen gefährlichen Umgangs mit Flaschen und Gläsern gilt seit 2010 in einigen zentralen Feierbereichen zeitweise ein Glasverbot auf der Straße und ein Verkaufsverbot von Glasflaschen. Besucher sollten das berücksichtigen. Es wird kontrolliert!  Das Verbot betrifft zu definierten Uhrzeiten einen kleinen Teil der Altstadt und der Ringstraße sowie das Studentenviertel  "Quartier Lateng" (Zülpicher Str./Zülpicher Platz). Und in der Tat: Diese Regelung zeigt Wirkung!

Also viel Spaß im Kölschen Karneval und ... Maat et joot!

Aber auch eine kritsche Anmerkung ist angebracht. Leider ist in den Karnevals-Sitzungen als einem der Merkmale des Karnevals die "Bütt", das Redner-Pult der Büttenredner, inzwischen fast komplett verschwunden, wohl als Folge des Fernseh-Zeitalters. Damit stirbt eine schöne Tradition im sonst so traditionsbewußten Kölner Karneval. Zugleich werden die (Bütten)-Redner leider wohl ebenfalls als Folge des Fernseh-Zeitalters und auch des oftmals über Köln hinausgehendem Einsatzes der Redner immer mehr zu eher kabarettistischen Rednern. Und anders als die Musikgruppen und erfreulicherweise auch die jungen Musikgruppen, die überwiegend auf Kölsch singen und die Mundart pflegen, werden die (Bütten-) Reden heutzutage fast ausschließlich in hochdeutsch (statt op kölsch) vorgetragen und werden beliebig. Das typisch Kölsche geht in den Reden verloren (... und die Reden könnten so auch in Düsseldorf oder gar in Berlin gehalten werden). Dieser Tendenz sollten das Festkommitee und die Gesellschaften dringend gegensteuern, sonst verliert - durch Einfluss des Fernsehens? - der Kölsche Karneval seine Seele und seine Alleinstellungsmerkmal als authentisches Volksfest! Nicht dieTV-Macher dürfen bestimmen, wie Sitzungen ablaufen, sondern die Kölner Karnevalisten. Schreiben Sie an das Festkommittee Kölner Karneval! Allerdings folgender aktueller Nachtrag: Nach dem Eindruck  von der vom WDR-Fernsehen übertragenen Proklamationen des Dreigestirns 2016 und 2017 scheint womöglich ein Umdenken begonnen zu haben. Gleich zu Beginn 2016 kam eine herrliche in Kölsch vorgetragene Rede von Michael Hehn als "Nubbel", Prinz, Bauer und Jungfrau hielten ihre Antrittsreden op Kölsch (mit hochdeutschen Untertitel des WDR!), plädierten für das Bewahren der kölsche Sprooch (Kölner Dialekt) und auch sonst gab es wenig auszusetzen. Danke! Und neue Formate wie die schon erwähnte "Deine Sitzung" mit Carolin Kebekus gehen auch den Weg zurück zum Kölsch mit. Prima! Sehr erfreulich war auch die Proklamation 2017 mit gemäß  dem Motto "Wenn mer uns Pänz (Kinder) sinn, sin mer von de Söck." dem Auftritt von Kindergruppen. Wie 3 junge Mädchen und beim Refrain der Kinderchor auf schönstem Kölsch das alte Kayjass-Lied sangen ... toll. Die kölsche Sproch geht nicht verloren in dem oftmals ärgerlichen Geschwafel der Medienleute mit ihren unsäglichen Anglizismen.

Zu "Deine Sitzung" mit Carolin Kebekus ein Zitat des General-Anzeiger Bonn/31.01.2016: "Helau, dat säht mr nit:" Carolin Kebekus und die Beer Bitches begeistern beim WDR in "Deine Sitzung 2016" mit einem Adele-Cover das Publikum - und das Netz."

Gemeint ist das herrliche Lied eines kölschen Mädchens über ihren Geliebten, der aus Düsseldorf kommt und im Kölner Karneval haarscharf daneben liegt. Damit wurde der kölsche Nerv voll getroffen. Nach der WDR-Übertragung folgte eine große Begeisterung im Netz. Auszug:
„Helau. Wie fies. Hätt dä dat jrad laut jesat oder han ich mich verhürt? ...  Helau säht der an Karneval. Un dräht och noch ene Jladbach-Schal. …  Nüchtern halt ich dat nit us. ...“


2. Historie

Schon die Römer feierten Karneval in Köln, da die alte Römerstadt CCAA als römische Colonia (= Stadt römischen Rechts) auch das Recht hatte, die gleichen Feste zu feiern wie Rom. Die Römer feierten im Dezember das Fest der Saturnalien, ein Freudenfest der antiken Welt mit einem Umzug, das sich später zu einem Karnevalstreiben entwickelte. Mit der Verbreitung des Christentums im Römischen Imperium ab dem Mailänder Toleranzedikt unter Kaiser Konstantin (313) wurden die heidnischen Bräuche aus dem Karnevalstreiben entfernt und das Fest an das Kirchenjahr angepaßt. Karnevalssonntag ist jeweils der siebte Sonntag vor Ostern. Im Mittelalter und damit auch im Mittelalterlichen Köln wurde Karneval durch die jeweils bestimmenden Schichten der Gesellschaft geprägt. Nachdem die Franzosen nach ihrer Besetzung des Rheinlandes (1794) jedes närrische Treiben unterbunden hatten, wurde nach dem Wiener Kongress (1815) mit der Zuordnung Kölns zu Preußen im Jahr 1823 der Kölner Karneval reformiert und erhielt seine heutige Form, wohl um einem Verbot durch die eher karnevalsfeindlichen Preußen zuvorzukommen. In Köln fand 1823 der erste organisierte Karnevalszug in Deutschland statt, heute der größte Zug Deutschlands und wohl der Welt. Das Motto des ersten Rosenmontagszugs lautete: Thronbesteigung des Helden Carneval. Inzwischen hat sich Köln zur deutschen Karnevalshochburg und eine der Karnevalhochburgen der Welt entwickelt. Der Fastelovend ist voll in die Kölner Stadtgesellschaft und in allen Schichten integriert. Sicher nicht zufällig ist die brasilianische Karnevalshochburg Rio de Janeiro seit Sept. 2011 eine der Kölner Partnerstädte.

1823 wurde also der Kölner Karneval  „geordnet“ - zumindest der offizielle Karneval - :


3. Straßenkarneval in Köln mit Terminen

Umzüge im Kölner Straßenkarneval

  • Rosenmontagszug (der "Zoch"), der größte Umzug im deutschen Karneval und eine der regelmäßigen großen Veranstaltungen und Ereignisse in Köln.
  • Schull- und Veedelszöch am Karnevals-Sonntag auf dem Weg des Rosenmontagszugs, an denen im ersten Teil  Gruppen aus Kölner Schulen und im zweiten Teil Gruppen/Vereine/ Stammtische aus den Kölner Stadtvierteln – den „Veedeln“ – teilnehmen.
  • Historisches Spiel um Jan un Griet an "Wieverfastelovend" (Weiberfastnacht  = Donnerstag vor Karneval).
  • Geisterzug am Karnevals-Samstag. 
  • ca. 50 kleinere Umzüge in den Stadtvierteln am Samstag, am Karnevals-Sonntag, am Rosenmontag und  am Karnevals-Dienstag. In 2017 ziehen insges. 51 "Veedelszöch" durch die Kölner  Stadtteile.

Üblicher Ablauf des Kölner Straßen-Karnevals

Karnevals-Session 2017: wichtigste Ereignisse und Termine des Kölner Straßen-Karnevals (Do. 23.02. - Di. 28.02.2017)

  • jährlich am 11.11.: Eröffnung der Karnevals-Session.

11.11.2016: Eröffnung der Session 2017 mit einem Programm in der Altstadt (auf dem Heumarkt mit Bühne und am Alter Markt) ab 09:00 bis 20:00 UhrUhr (offizielle Saisoneröffnung um 11:11 Uhr) , ferner Veranstaltung am Tanzbrunnen (ab 10:00 Uhr) und Straßen-Feiern in der Südstadt und im Veedel am Zülpicher Platz.
  2017 (23.02. - 28.02.2017)

  Donnerstag/Wieverfastelovend (Weiberfastnacht):  
  • 11:11 Uhr offizielle Eröffnung des Straßen-Karnevals durch die Kölner OB und mit dem Dreigestirn im Rahmen einer Veranstaltung der KG Altstädter auf dem Alter Markt                          
2017: Beginn der Veranstaltung 09:40. 11:11 Start des Straßen-Karnevals 2017. Daneben gibt es über 20 Auftaktveranstaltungen in den Stadtvierteln mit Beginn zumeist zwischen 09:00 über 11:11 Uhr
  • nachmittags Historisches Spiel um Jan von Werth und Griet  im "Vringsveedel" (Südstadt) mit  anschließendem  Zug zum Alter Markt.
2017: Beginn der Veranstaltung 13:15 Uhr am Severinstor (Chlodwigplatz) mit dem historisches Spiel um Jan und Griet (ca. 13:45 Uhr), danach um ca. 15:00 Uhr Zug zum Alter Markt mit Ankunft ca. 16:00 Uhr. 
Freitag:                       
  • nachmittags Sternmarsch der Veedelsvereine (Gruppen aus den Stadtvierteln) zum Alter Markt,  wo  sich ein Musikprogramm anschließt  (Veranstalter: Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums)
2017: Sternmärsche von über 40 Gruppen von umliegenden Altstadtplätzen zum Alter Markt (Ankunft ca. 18:00 Uhr).
Samstag:
  • morgens traditioneller Funken-Biwak der Roten Funken auf dem Neumarkt                                                                                                                                                                                                                   
2017: 10:30 Uhr mit einem karnavlistischen Programm
  • am frühen Nachmittag Umzüge in den Stadtvierteln
2017: 12 Züge (Start zwischen 13:00 und 15:00 Uhr, Fackelzug in K-Worringen 18:30).
  • abends Jeisterzoch unter dem Motto "D'r römischen Flott ze Ihre: Öm de Alteburch eröm" (zur Erinnerung an den Standort der römischen Flotte in der heutigen Südstadt) ab 19:00 Uhr (Aufstellung ab 18 Uhr Alteburger Str. in der Kölner Südstadt).
Die Geisterzüge 2010 bis 2016 erinnerten mit dem Motto "Däm Agrippina ze Ihre" an Agrippina, die Stadtmitbegründerin des Römischen Köln.
2010: Zug unter dem Motto "Däm Agrippina ze Ihre: Vum Flottekastell noh dr Huhpooz"mit Abmarsch 19:00 Uhr  in Köln-Bayenthal (An der Altenberger Mühle) bis in die Südstadt (Waidmarkt)
2011: Zug unter dem Motto "Däm Agrippina ze Ihre: Lans dr Stroß vun Zülpich noh de Therme" mit Abmarsch 18:00 Uhr in Köln-Klettenberg bis zu den ehemaligen römischen Thermen (Nähe St. Cäcilien und Neumarkt)
2012 fiel der Zug aus organisatorischen Gründen aus.

2013:
Zug unter dem Motto "...: Lans dr Stroß vun Venlo noh dr ahle Ihrepooz" um 19:00 Uhr von Köln-Ehrenfeld zur Ehrenstraße
2014: Zug unter dem Motto "
Däm Agrippina ze Ihre: Lans dr Stroß vun Xanten noh dr Paffepooz" ab 19:00 Uhr über die Niehler Str.
2015: Zug unter dem Motto "Däm Agrippinia ze Ihre: Lans dr römische Muur" einmal rund um die römische Stadtmauer
2016: Zug unter dem Motto "Däm Agrippina und dr römischen Flott ze Ihre: Dä Rhing erop"  ab 19:00 Uhr ab Domstr.,Thürmchenswall
Karneval Köln 2014/Geisterzug
Quelle: Ähzebär un Ko e.V.
Karneval Köln 2015/Geisterzug
Quelle: Ähzebär un Ko e.V.
Seit 2010 stehen die Geisterzüge zu Ehren der an der Stadtgründung Kölns maßgeblich beteiligten Agrippina unter dem Motto "Däm Agrippina ze Ihre". 2016 zieht der Geisterzug "Dä Rhing erop" vom Thürmchenswall im Norden der Innenstadt zum Chlodwigplatz im Süden.

Der Geisterzug hat seinen Ursprung im Jahr 1991, als wegen des zweiten Golfkriegs im Irak der Kölner Rosenmontagszug ausfiel. Es sollte auf dem Zugweg eine Demonstration gegen den Golfkrieg stattfinden. Im karnevaljecken Köln führte das dazu, dass Karnevalisten und Anti-Kriegs-Demonstranten und  gemeinsam durch die Kölner Innenstadt zogen.
Quelle: Ähzebär un Ko e.V. 
      
Karnevals-Sonntag:
  • Schull- und Veedelszöch (fast identischer Zugweg wie Rosenmontagszug - siehe unten -) mit 48 Gruppen von Kölner Schulen und über 57 Gruppen aus den Veedeln (Kölner Stadtvierteln) mit insges. 8000 Teilnehmern.
2017:  Abmarsch 10:30.
  • morgens oder am frühen Nachmittag Umzüge in den Stadtvierteln.                                                                                                                                                                                                                           
2017: 25 Züge (Start zwischen 10:00 und 16:00 Uhr).
  Rosenmontag:
  • Rosenmontagszug  (der "Zoch") des Festkomitees Kölner Karneval (derzeitiger Zugweg vom Chlodwigplatz in der Kölner Südstadt durch die Kölner Innenstadt mit Auflösung in der Mohrenstraße).
2017:  Zug unter dem diesjährigen Karnevals-Motto "Wenn mer uns Pänz (Kinder) sinn, sin mer von de Söck". Abmarsch der Vorgruppe als Einleitung und der insges. 70 Gruppen (vorletzte Gruppe 69 mit der Ehrengarde sowie Bauer und Jungfrau, letzte Gruppe 70 mit der Prinzengarde und  dem Prinzen Stefan I): ab 10:10 Uhr am Severinstor (Chlodwigplatz). Zugweg: über die Severinsstraße, durch die Kölner Altstadt (u. a. über Neumarkt und Hohenzollernring, Heumarkt und Alter Markt), vorbei am Kölner Dom bis zur Auflösung in der Mohrenstraße - dort Ankunft der Zugspitze gegen 13:45 Uhr -. Zugweg: ca. 7,5 km, Zuglänge: ca. 8 km, Vorbeimarschdauer: ca. 5 Stunden (Zugspitze am Neumarkt gegen 11:15 Uhr, am Alter Markt gegen 12:50, am Dom gegen 13:15 Uhr). In diesem Jahr fährt auch ein Wagen des 1. FC Köln mit (Gruppe 58).

2018: Karnevalsmotto: " ? "
  • einige Züge in den Stadtvierteln.
2017: 3 Züge (Start zwischen 10:00 und 14:30 Uhr).
  Karnevals-Dienstag:
  • morgens oder am frühen Nachmittag Umzüge in den Stadtvierteln.                                                                                                                                                                                                                          
2017: 10 Züge (Start zwischen 10:50 und 14:15 Uhr,  u. a. ab 13:00 in Köln-Sülz ab Auerbachplatz). Damit gibt es in 2017 insges. 51 Züge in den Stadtteilen ("Veedelszöch").

Ausklang  in vielen Kneipen mit  der Nubbel-Verbrennung um 24 Uhr  (am spektakulärsten im Studentenviertel in Uni-Nähe)  (Nubbel = Strohpuppe , die durch Verbrennung "für alles büßen muss"). Dieser alte Brauch hat in den letzten Jahren etwas abgenommen, soll aber wieder aktiviert werden.
Orte und Termine der Auftaktveranstaltungen zu Weiberfastnacht und der Züge in den Stadtvierteln siehe auf der Internetseite des Festkomitee Kölner Karneval.

Kölner Karneval Kölner Karneval/Funken-Biwak
Funken-Biwak auf dem Neumarkt
Kölner Karneval/Funken-Biwak
Funken-Biwak auf dem Neumarkt
Kölner Karneval/Funken-Biwak
Funken-Biwak auf dem Neumarkt
Kölner Karneval/Tanzgruppe




Kölner Karneval
Kölner Karneval

Kölner Karneval/Dreigestirn 2005
    Das Kölner Dreigestirn 2005
Freigabe: Press spokesman Sigrid Krebs was asked before by Flominator
Kölner Karneval/Alter Markt 2014
Kölner Karneval/Alter Markt 2014
Kölner Karneval/Alter Markt 2014
Kölner Karneval/Alter Markt 2014
Rosenmontag 2014 (Alter Markt)
Kölner Karneval/Dreigestirn  
Kölner Karneval
Kölsche Jecke weiblich/Kölner Karneval Kölsche Jecke männlich/Kölner Karneval
2 Kölner Karnevalsjecke
Kölner Karneval Kölner Karneval
Kölner Karneval

4. Jecke
Jecke sind zu Karneval (fast) alle echten Kölner, Imis und Zugereiste und die vielen Karnevalsgäste aus der ganzen Welte an den tollen Tagen.

Hinweis: Ein
Imi (abgeleitet von "imiteete Kölsche") ist ein Bürger Kölns, der nicht ursprünglich aus Köln (oder dem Umland) stammt. Die Erfahrung lehrt, dass in Köln Zugereiste entweden mit dem Karneval überhaupt nicht klar kommen oder aber so von dem Karneval infiziert wurden, dass sie jecker als manch gebürtige Kölner sind.

4
.1 Dreigestirn 

Das Kölner Dreigestirn mit Prinz, Bauer und Jungfrau (traditionell von einem Mann dargestellt) ist etwas Kölnspezifisches und gibt es in den anderen Karnevalsstädten nicht. Die Figuren des Dreigestirn entstammen der Stadtgeschichte; den Begriff Dreigestirn gibt es aber erst seit 1938, seitdem sie als solches gemeinsam - der Prinz auf seinem Prinzenwagen und Bauer/Jungfrau zusammen auf  einem anderen Festwagen davor - am Rosenmontag durch die Stadt ziehen. Bauer und Jungfrau gehören seit 1825 zur fallweisen, seit  1883 zur festen Einrichtung im Kölner Karneval.

Der Prinz Karneval (ursprünglich bis 1871 der "Held Karneval") in einem dem Kaisergewand nachempfundenen Aufzug symbolisiert den Karneval und soll mit edlem Charakter das gewöhnliche Treiben in geordnete Bahnen lenken und alle Mißstände beseitigen. Er trägt eine Krone mit Pfauenschweif und eine Pritsche, die der Fruchtbarkeitsrute der Germanen nachgebildet ist.

Der Kölner Bauer ist dem Schildhalter im ehemaligen Heiligen Römischen Reich deutscher Nation nachempfunden, der die Wahrhaftigkeit, Treue zum Reich und Tapferkeit der mittelalterlichen Reichsstadt Köln symbolisierte. Er trägt als Symbol des Beschützers der Stadt Stadtschlüssel, Schwert und Dreschflegel sowie als Symbol der Unsterblichkeit der Stadt, die der Bauer verkörpert, einen Hut mit Pfauenfedern. Die Figur wurde erstmals 1422 in den Analen der Stadt erwähnt.

Die Kölner Jungfrau (in römischen Gewändern) war das Symbol für eine unabhängige und uneinnehmbare - niemals einer fremden Macht unterworfene -  freie Reichsstadt Köln. Sie trägt eine Mauerkrone als Symbol der Unbesiegbarkeit des alten mittelalterlichen  Köln. Die  Kölner Jungfrau wurde erstmals 1570 erwähnt. 


4.2 Kölner Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften und Interpreten

 9 Traditionskorps (K) und einige der vielen Karnevalsgesellschaften    

Rote Funken Köln
Die Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e. V.  sind das älteste Korps (Korps = Auftritt in Uniform) in Köln. Die Roten Funken  treten in der Uniform der früheren Kölner  Stadtsoldaten vor der  Besetzung Kölns durch die Franzosen (1794) auf. Die Stadtsoldaten waren seit 1660 eine Miliz der freien Reichsstadt. Sehr  originell und populär ist der "Stippeföttchen-Tanz" der roten Funken, eine Persiflage auf strammesSoldatentum.
Blaue Funken Köln
Die Kölner Funken-Artillerie blau-weiß von 1870  sind das zweitälteste Korps  im Kölner Karneval.  Die Blauen Funken tragen eine preußische Uniform (der Arnsberg-Bayreuther Dragoner) und können  ebenfalls auf eine lange und ununterbrochene Tradition zurückschauen.
Zitat von der Homepage der Ehrengarde: "Die erste geschichtliche Erwähnung einer Ehrengarde in Köln datiert aus dem Jahre 1235. Als mit einem Festzug die englische Prinzessin Isabella, die spätere Gemahlin Kaiser Friedrichs II., in die Stadt Köln geleitet wurde, gab es eine berittene Ehrengarde ihr das Geleit. Doch dies war noch nicht das historische Vorbild unserer heutigen Ehrengarde der Stadt Köln. Den historischen Bezug zur Stadtgeschichte machte der Gründer und erste Kommandant der Ehrengarde, Heinrich „Heinz” Stupp (1875 - 1955), an einem Soldatenbild aus dem Jahre 1800 fest, auf das er beim Durchstöbern der Geschichte seiner Vaterstadt gestoßen war. Der abgebildete Soldat gehörte einer „Schutz- und Ordnungstruppe" an, die in Selbsthilfe das Verbrechertum in der Domstadt und vor den Toren Kölns bekämpfte, das während der französischen Besatzungszeit wucherte."
Zitat von der Homepage der Prinzengarde: "Unter den neuen Garden findet sich die „Ehrengarde der Stadt Köln“, die von 1902 an das Ehrengeleit des Kölner Bauern und der Jungfrau stellte. Diesen beiden Figuren des Dreigestirns stand damit dauerhaft eine Begleitung zur Seite. Prinz Karneval, die zentrale Gestalt des Kölner Karnevals, verfügte darüber jedoch noch nicht – das konnte nicht sein! „Diesem unwürdigen Zustand“, so der Präsident der Großen Karnevalsgesellschaft im Jahr 1906, „dass der Prinz Karneval, dieser höchste Potentat der Erden, der nie älter wird als ein Jahr, darauf angewiesen ist, seine Trabanten zusammen zu bitten, ein Ende zu machen, dazu ist die Prinzengarde da.“

    und viele andere

Einige bekannte Fastelovend-Bands, Sänger, Redner und Tanzgruppen im Kölner Sitzungs-Karneval

Das Kölsche Kleeblatt: Die prominentesten der heute im Karneval  - aber auch über Köln und den Karneval hinaus - auftretenden Gesangsgruppen sind
die die bunte Kölner Musikszene maßgeblich mitprägen. Viele der seit Anfang der 70iger Jahre von den "Fööss", der "Mutter aller kölschen Bands", und den Höhnern und später auch den Paveiern, den Räubern und anderen Gruppen im Karneval vorgetragenen Lieder haben - wie auch die Lieder des unvergessenen Willy Ostermann - in Köln (und manche über die Stadtgrenzen und den Karneval  hinaus)  längst Volkslied-Charakter angenommen und gehörem zum kölschen Kulturgut. Sie kennt in Köln buchstäblich jedes Kind.

Die 4 Bands des sogenannten Kölschen Kleeblatt und unzählige weitere Gruppen und Solisten dieser Szene wie Brings (anfangs eine Rock-Band), De Boore, Domstürmer, Kolibris, Rabaue, Rheinländer und viele andere prägen die Kölner Karnevals- und Musik-Szene. Und das Bemerkenswerte ist, dass das Kölner Musik-Biotop immer wieder neue Bands hervorbringt, die diese kölsche Musiktradition und die kölsche Sprache aufrecht erhalten, wie 
Wenn also Kölner - wie der Autor - Aschermittwoch grübeln, was wird, wenn die mittlerweile älteren Herren von Bläck Föös, Höhner usw. mal abtreten, kann beruhigt sein. Der Nachwuchs ist schon da und singt erfreulicherweise weiterhin überwiegend auf Kölsch. Der Anglizismus-Wahn ist zum Glück im Kölner Karneval nicht angekommen.

Einer der immer noch bekanntesten Kölner Liedermacher und Interpreten der Kölner Karnevals und eine der geschichtlichen Persönlichkeiten Kölns ist Willy Ostermann (1876 - 1936), der über 100 Titel - Kölsche Leedcher (Lieder), aber auch hochdeutsche Rhein- und Wein-Lieder - schuf, von denen weit über 20 in Köln und darüberhinaus unvergessen sind  wie "Och wat wor dat fröher schön doch enn Colonia", "Einmal am Rhein" und sein letztes Lied "Heimweh nach Köln" (Ich möch zo Fooss no Kölle jonn), das im 2. Weltkrieg so etwas wie die heimliche Nationalhymne wurde.  Eine der unvergessenen Musik-Gruppen der Nachkriegszeit waren "De vier Botze".

Einige der heute im Karneval auftretenden Fastelovend-Bands 

    - Bläck Fööss (hochdeutsch: Nackte Füße)
    - Höhner  (Hühner)
    - Paveier  (Straßenpflasterer)
    - De Räuber

    - Brings (anfangs eine Rock-Band)
    - Colör
    - De Boore
    - Domstürmer

    - Kolibris
    - Rabaue
    - Rheinländer

sowie die Nachwuchgsgruppen  (größtenteils inzwischen etabliert)

     - Blootsbrüder
     - Cat Ballou
     - Funky Marys
     - Hanak 
     - Kasalla
     - Klüngelköpp

     - Miljöh    
     - Papallapap 

und viele andere. Vor allem die vier  Erstgenannten, das "Kölsche Kleeblatt", und Brings sind seit Jahrzehnten fester Bestand der Kölner  Musik-Szene.

Die beliebsten Leedcher * und Besetzung des Kölschen Kleeblatts
  * nach subjektiver Auswahl des Autors in historischer Reihung
Stand: 02.2017


Bläck Fööss


http://www.blaeckfoeoess.de/

G = Gründungsmitglieder 1970 >
Drink doch eine met, En unserem Veedel, Mer losse d'r Dom en Kölle, Mir drinken us einer Fläsch, Kölle du uns Stadt am Rhing, Mer losse d'r Dom en Kölle, Et Spanien-Leed, Ming eetste Fründin, Buuredanz, Ich han 'nen Deckel, Kölsche Bröck, De Mama kritt schon widder e Kind, Kölle du uns Stadt am Rhing, Es gibt ein Leben nach dem Tod, Unsere Stammbaum, Blos mer jet & Bums Kapell, Rut & Wiess, He deit et wih..., Alles für die Liebe, Kölner Leechter

aktuelle Besetzung: Mirko Bäumer (Frontsänger ab 2017), Günther Antonius „Bömmel“ Lückerath (G), Hartmut Reinhold Priess (G), Franz Peter Schütten (G), Ernst „Erry“ Josef Stoklosa (G),  Ralph „Gus“ Gusovius (seit 1994)  und Andreas Wegener (seit 2005)

Frühere Bandmitglieder: langjähriger Frontsänger Tommy Engel (G) (1970 - 1994), Dieter „Joko“ Jaenisch (G) (1970 – 1974 + 1977 – 1980, † 1998), Rolf Lammers (1974 - 1977), Willy Schnitzler (1980 - 2005) und langjähriger Frontsänger Karl Friedrich „Kafi“ Biermann (1995 - 2016)


Höhner


http:// www.hoehner.com

G = Gründungsmitglieder 1972 >
Dat Hätz vun dr Welt,  Die Karawane zieht weiter, Mer ston zo dir FC Kölle, Dicke Mädchen haben schöne Namen, Viva Colonia, Wenn nicht jetzt, wann dann? Ävver et Hätz bliev he in Kölle

aktuelle Besetzung: Henning Krautmacher (Frontsänger) (seit 1986), Hannes Schöner (seit 1990), Jens Streifling (seit 2003), John Parsons (seit 2007), Wolf Simon (seit 2015) und Micki Schläger (seit 2015)

Frühere Bandmitglieder: Janus Fröhlich (G) (1972 – 2015), Peter Werner (G) (1972 – 2015), Walter Pelzer (G) (1972 - 1978), Rolf Lessenich (G) (1972 - 1977), Peter Horn (1977 – 1986), Franz-Martin Willizil (1978 – 1999), Günter Steinig (1979 – 1990), Pete Bauchwitz (1998 – 2003) und Ralf Rudnik (2000  - 2007)


Paveier


http://www.paveier.de/

G = Gründungsmitglieder 1983 >

Buenos Dias Matthias, Beinah hät ich se jebützt, Mer han de Musik bestellt,  Mir sin Kölsche us Kölle am Rhing, Schön is das Leben

aktuelle Besetzung: Hans-Ludwig „Bubi“ Brühl (G), Klaus Lückerath (G), Detlef Vorholt (G), Johannes Gokus (seit 2003), Sven Welter (seit 2010) und Markus Steinseifer (seit 2014)

Frühere Bandmitglieder: Bodo Schulz (G) (1983 – 2014) und langjähriger Hauptsänger Micky Brühl (G) (1983 - 2012)


De Räuber


http://de-raeuber.de/

G = Gründungsmitglieder 1991 >

Wenn et Trömmelche jeit, Und sie war nicht viel älter als 18 Jahr, Was wärn die Männer ohne Weiber, Wunderbar (Der Hochzeitswalzer), Dat is Heimat

aktuelle Besetzung: Karl-Heinz Brand (G) (früher Hauptsänger), Torben Klein (Hauptsänger, seit 2012), Kurt Feller (G), Wolfgang Bachem (seit 2001), Andreas „Schrader“ Dorn (seit 2015)  und Jürgen „Geppi“ Gebhard (seit 2015)

Früheres Bandmitglied: Nobby Campmann (G) (1991 - 2007, † 2007)


Einige Lieder- und  "Krätzchens"-Sänger und Parodisten von früher und heute:

    - De vier Botze (Auftritte 1933 bis 1960-iger Jahre)
    - Karl Berbuer ( 1977)
    - Jupp Schmitz ( 1991)
    - Jupp Schlösser († 1983)
    - Horst Muys (1970)
    - Steingaß-Terzett (Toni Steingaß 1987)
    - Eilemann-Trio (1952 - 1992) mit Günter Eilemann  ( 2015)
    - Ludwig Sebus
    - Blom und Blömcher
    - Fuhrmann und Kulik
    - Vicky Junggeburth (ehemaliger Prinz Karneval)
    - Marita Köllner (Et fussich Julche)
    - Marie-Luise Nikuta, die Jahrzehnten das jeweilige Mottolied schrieb,

    sowie
    - die Volksschauspieler Willy Millowitsch (
1999) und Trude Herr ( 1991), die auch in Sitzungen auftraten,
    - das unvergleichliche Colonia-Duett
mit  Hans Süper  und  "dat  Ei" Hans Zimmermann ( 1994), ab 1974  über 15 Jahre immer einer der Höhepunkte im Kölner Sitzungs-Karneval
    - ab 1991
ca. 10 Jahre lang das Süper-Duett  mit Hans Süper und seinem neuen Partner Werner Keppel, das erfolgreiche Nachfolger-Duett des  Colonia-Duetts.

Puppensitzung im Hänneschen Theater

          Hinweise: 1. Frühzeitig Karten besorgen! 2. Ab 2017 soll die jährliche Übertragung im WDR-Fernsehen entfallen. Protestieren Sie hiergegen!

Einige namhafte (Bütten-) Redner von früher und heute:

    - Dä Mann met däm Hötche (Peter Raddatz) 
    - Dä Blötschkopp (Marc Metzger)
    - Dä Schofför (Jens Singer)
    - De doof Noss (Hans Hachenberg,
2013)

Mit der "Doof Noss" hat Hans Hachenberg eine unvergessene urkölsche Type im Sitzungskarneval präsentiert und war fast ein halbes Jahrhundert mit der typisch kölschen und in Kölsch gehaltenen Büttenrede unterwegs, mit köstlichen Pointen und "sauberen" Geschichten über eine kölsche Familie. De doof Noss sprach über verflixte Geschichten und Situationen, bei denen oft auch die Obrigkeit kritisiert wurde, ohne das eigene Überleben aufs Spiel zu setzen. De doof Noss führte immer die sehr menschliche Form des kölschen Fastelovends vor. Leider gibt es heute solche Typenreden kaum noch, auch die "Bütt" ist fast komplett vom Podium verschwunden.

    - Der bergische Landbote (Ferdinand Huik)
    - Der Mann für alle Fälle (Guido Cantz, mehr ein Kabarettist als Büttenredner und obwohl aus Köln-Porz kommend leider hochdeutsch redend)

    - Der Mann von der blauen Partei (Toni Geller)
   
- Ein schöner Mann vom Lande (Kurt Lauterbach)
    - Et Botterblömche (Hans Bols
)
    - Et Rumpelstielzje (Fritz Schops) 
  
    - Ne bergische Jung (Willibert Pauels), der Fromme Jeck
    - Ne boore Jung (Peter Reif)
    - Ne Hausmann (Jürgen Beckers aus Alsdorf bei Aachen)
    - Ne Knallkopp (Dieter Röder)
    - Ne kölsche Schutzmann (Jupp Menth)

    - Ne Tuppes vom Land (Jörg Runge)
    - Ne Weltenbummler (Gerd Rück)

    - Nubbbel (Michael Hehn)

Aber auch eine kritsche Anmerkung ist angebracht. Leider ist in den Karnevals-Sitzungen als einem der Merkmale des Karnevals die "Bütt", das Redner-Pult der Büttenredner, inzwischen fast komplett verschwunden, wohl als Folge des Fernseh-Zeitalters. Damit stirbt eine schöne Tradition im sonst so traditionsbewußten Kölner Karneval. Zugleich werden die (Bütten)-Redner leider wohl ebenfalls als Folge des Fernseh-Zeitalters und auch des oftmals über Köln hinausgehendem Einsatzes der Redner immer mehr zu eher kabarettistischen Rednern. Und anders als die Musikgruppen und erfreulicherweise auch die jungen Musikgruppen, die überwiegend auf Kölsch singen und die Mundart pflegen, werden die (Bütten-) Reden heutzutage fast ausschließlich in hochdeutsch (statt op kölsch) vorgetragen und werden beliebig. Das typisch Kölsche geht in den Reden verloren (... und die Reden könnten so auch in Düsseldorf oder gar in Berlin gehalten werden). Dieser Tendenz sollten das Festkommitee und die Gesellschaften dringend gegensteuern, sonst verliert - durch Einfluss des Fernsehens? - der Kölsche Karneval seine Seele und seine Alleinstellungsmerkmal als authentisches Volksfest! Nicht dieTV-Macher dürfen bestimmen, wie Sitzungen ablaufen, sondern die Kölner Karnevalisten. Schreiben Sie an das Festkommittee Kölner Karneval! Allerdings folgender aktueller Nachtrag: Nach dem Eindruck  von der vom WDR-Fernsehen übertragenen Proklamation des Dreigestirns 2016 scheint womöglich ein Umdenken begonnen zu haben. Gleich zu Beginn kam eine herrliche in Kölsch vorgetragene Rede von Michael Hehn als "Nubbel", Prinz, Bauer und Jungfrau hielten ihre Antrittsreden op Kölsch (mit hochdeutschen Untertitel des WDR!), plädierten für das Bewahren der kölsche Sprooch (Kölner Dialekt) und auch sonst gab es wenig auszusetzen. Danke! Und neue Formate wie die schon erwähnte "Deine Sitzung" mit Carolin Kebekus gehen auch den Weg zurück zum Kölsch mit. Prima! A

  Einige Tanzgruppen:

Neben den Sängern und (Bütten-) Rednern sind ein fester Bestandteil jeder Sitzung die unzähligen Tanzgruppen, die teilweise eine lange Tradition haben, wie  z. B. die Hellige Knäächte un Mägde" , die bereits 1823 zusammen mit den Roten Funken im ersten Kölner Rosenmontagszug mitgezogen ist.

Die "Hellige Knäächte un Mägde" sind die älteste Traditionstanzgruppe des Kölner Karnevals. Am 10.02.1823 wurde sie zusammen mit den heutigen „Kölsche Funke rut-wieß vun 1823 e.V.“ in den ersten Kölner Rosenmontagszug berufen.
Die "Goldene" Lyskircher Hellige Knäächte un Mägde sind seit 1998 eine Abspaltung von den "Hellige Knäächte un Mägde". Zitat aus der Homepage der Lyskircher Hellige Knäächte un Mägde: "Die historische Bedeutung der alten Traditionsgruppe der Hellige Knäächte und Mägde stammt aus der altbürgerlichen Zeit, als man um Köln herum noch hinter den Wällen Kappes anbaute, kleine Gemüsegärtner ihren oft mühseligen Tagewerk nachgingen und die Familie Guilleaume in den alten Festungsgräben ihre Seile produzieren ließ. Wenn nun die Zeit der Kirmes und der Pfarrprozession kam, wurden die besten und unbescholtensten Knechte und Mägde der Kappesbauern aufgerufen, ihre Teilnahme an der Pfarrprozession mitzuteilen. Und da man sich der Ehre bewusst war, eilte man freudig zum Pfarrhaus. Hier erhielten die Mägde und Knechte ihre Heiligenfiguren, die sie in der Prozession dem Allerheiligsten voran trugen."
"Goldene" Lyskircher Hellige Knäächte un Mägde Köln* "Goldene" Lyskircher Hellige Knäächte un Mägde Köln"Goldene" Lyskircher Hellige Knäächte un Mägde Köln* "Goldene" Lyskircher Hellige Knäächte un Mägde Köln*
Tanzgruppe "Goldene Lyskirchener Hellige Knäächte un Mägde" im DuMont-Carrée (2005)/ * Fotos von der Gesellschaft auf Anfrage erlaubt. 

5. Erläuterungen für Imis und die Karnevals-Gäste in Köln

Alaaf
Der Kölner Karnavalsschlachtruf "Kölle Alaaf" ist aus einer Bittschrift des Fürsten Metternich an den Kölner Kurfürsten 1635 belegt. Er wird in Kölner Karneval seit dessen Reformierung 1823 verwandt. "Alaaf" kommt vom altkölnischen Begriff „all af“ (alles ab). Eine von mehreren Deutungen für Kölle Alaaf ist somit  „Köln vor allem (anderen)“. Heute heißt es in Köln bei Sitzungen "Dreimol Kölle Alaaf". Alaaf ist auch in anderen Teilen des Rheinlandes (u. a. in Aachen, Bonn und Leverkusen) gebräuchlich.

Ähzezupp (Erbsensuppe)
Diese Suppe ist ein beliebtes kleines Mahl am - zumeist kalten - Zugweg am Rosenmontag.

Bütt
In der Wasch-Bütt wurde früher die schmutzige Wäsche gewaschen. Im Karneval wurde die Bütt, zumeist als ein Fass, dem Redner als Redeplatz hingestellt. Leider ist die "Bütt" in den Sitzungen inzwischen fast völlig verschwunden; aus den typisch kölschen Büttenrednern sind, leider wohl dem TV-geprägten Zeitgeist folgend, mehr und mehr kabarettistische Redner geworden.

Bützjer
Küsschen, Karneval sehr beliebt (eigentlich auf die Wange, na. ja)

Elf (11)
E(galite), L(iberte), F(raternite) - Einheit, Freiheit, Brüderlichkeit  - war das Motto der französichen Revolution; die Anfangsbuchstaben ergeben aneinandergereiht das Wort "Elf"
. Es gibt allerdings noch viele andere Erklärungen zur Herkunft dieser "närrischen" Zahl. Am 11. im 11. um 11.11 Uhr wird in Köln die neue Session eröffnet; der Sitzungspräsident steht dem "Elferrat" als gleicher (Jeck) unter lauter Jecken vor.

Funkenmariechen
Das Tanzmariechen, eine an die Marketenderinnen im 30-jährigen Krieg angelehnte traditionelle Figur im rheinischen Karneval, heißt in Köln bei den Funkengarden Funkenmariechen, bei Prinzen- und Ehrengarde Regimentstochter und beim Reiter-Korps Jan von Werth immer noch Markentenderin. Eigentlich gibt es Funkenmariechen also nur bei den Funken. Der Begriff wird aber oft auch als Sammelbegriff für alle Solotänzerinnen bei den Sitzungen gebraucht.

Halve Hahn  (Halber Hahn) 
Der Halve Hahn ist  kein halbes Hähnchen (!), sondern ein kölsches Brauhaus-Häppchen, bestehend aus einem Röggelchen (Roggenbrötchen) und mittelaltem Holländer Käse. Über die Entstehung des Begriffs ranken sich viele Geschichtchen.

Himmel un Ähd (Himmel und Erde)
Himmel un Ähd  ist ein kölsches Gericht, bestehend aus Kartoffel-Puree mit gekochten Äpfeln und gebratener Flöns (Blutwurst).

Imi 
Die - keineswegs abwertend gemeinte - Bezeichnung Imi für Nichtkölner und Gäste kommt von dem Begriff "imitierter Kölner", der in einem Nachkriegs-Karnevalslied gebraucht worden war.
Achtung Imis und Gäste: Wer in vor allem Altstadt-Kneipen und Brauhäusern kein Kölsch mehr will, sollte einen Bierdeckel aufs Glas legen! In Brauhäusern (und in vielen Kneipen) ist es üblich und von den Kölnern auch so gewollt, bei leerem Glas ungefragt ein frisches Kölsch  hinzustellen.

Jan von Werth
Der Reitergeneral steht seit über 100 Jahren als Denkmal auf den Alter Markt und gehört auch zu  vielen Figuren von
Prominenten der Geschichte auf dem Rathausturm. An Weiberfastnacht erinnert das Reiterkorps "Jan von Werth" an der Vringspooz (Severinstor) an das Wiedersehen des mittlerweile zum General aufgestiegenen Jan mit der Magd Griet, die ihn als einfachen Bauernburschen einst verschmäht hatte. "Wer et hätt gewoss." seufzt sie und er antwortet "Wer et hätt gedonn!"

Kölsch
"Kölsch" ist Sprache (Kölner Dialekt), Getränk (obergäriges Bier in den kölschtypischen Stangengläsern) und Lebensphilosophie in einem. Die Kölner schätzen die originalen Kölsch-Gläser (0,2 l-Stangen). Fremde wundern sich über die kleine Biermenge (vor allem wenn sie die 1 l- oder 0,5 l-Humpen  aus Bauern gewohnt sind) und sprechen von "Reagenzgläsern". Manche Wirte (aber keine Brauhäuser!) benutzen auch schon mal 0,3 l-Gläser ("Touristen-Kölsch" genannt).

Kölscher Kaviar
Kölscher Kaviar ist ein kölsches Brauhaus-Häppchen, bestehend aus einer Portion Flönz (Blutwurst), einem  Röggelchen
(Roggenbrötchen) und Zwiebelringen.

Köbes
Der Köbes (hochdeutsch Jakob), noch in den meisten kölschen Brauhäusern
(wie Früh, Sion, Päffgen, Malzmühle, Peters; also nicht in den vielen "normalen" Kneipen!) anzutreffen, ist ein Kellner ganz besonderer Art. Man muss die oftmals sehr direkte Art der Köbesse nicht unbedingt mögen - auch manche Kölner tun das nicht - , andere finden sie sehr originell und gemütlich. Köbesse sind oftmals geborene Unterhalter - zumindest die noch "echten", also leider längst nicht mehr alle -.  Wer bei den noch echten Köbessen nichts zu lachen hat, ist selber schuld. Die Köbesse gehören zu den kölschen Brauhäuser einfach dazu wie der Dom zu Kölle. Manchmal sind die Köbesse heutzutage auch weiblich. Der Name Köbes stammt übrigens dem Vernehmen nach aus dem Mittelalter, als Köln wichtige Station der Jakobspilger war und viele Pilger sich in Kneipen das Geld  für den Pilgerweg verdienen mussten. Achtung Imis (s. o.): Wer kein Kölsch mehr will, sollte einen Bierdeckel aufs Glas legen. In Brauhäusern (und in vielen Kneipen) ist es üblich und von den Kölnern auch gewollt, Kölsch ungefragt hinzustellen.

Läsche Nas
Andreas Leonhard Lersch (1840 – 1887) war Metzger, Schauspieler, Bezirksabdecker, städtischer Hundefänger und
Scharfrichter. (Zitat Wikipedia)

Pittermännchen
10l-Bierfässchen
(mit Kölsch)

Rosenmontag
Der Name Rosenmontag soll einer Deutung zufolge aus dem mittelalterlichen "Rasenmontag“ (= „rasendender Montag) stammen. Es gibt aber auch andere Deutungen.

Rote Funken
Die Kölner Stadtsoldaten, wegen ihrer roten Uniform auch "Funken" genannt, wurden nach dem Einmarsch der Franzosen 1794 aufgelöst. Als 1823 der Kölner Karneval neu organisiert wurde, wurde aus diesen Funken ein Karnevals-Korps.

Schmier
Polizei/Polizisten, die sich beim Rosenmontagszug oft bützen (s. o.) lassen (müssen).

Tünnes und Schäl
Tünnes und Schäl - zwei Figuren des Kölner Haenneschen-Theaters - sind zwei Urtypen des kölschen Humors und werden mit Köln verbunden wie der Dom, Kölnisch Wasser und der FC und spielen oft auch im Karneval eine Rolle. Der
Tünnes ist ein bäuerlicher und eher gutmütiger ulkiger Kerl. Der schielendeSchäl ist boshaft ironisch und ein Schlitzohr. Beide bissig im Humor. Historische Figuren wie einige andere bekannte kölsche Originale sind sie allerdings nicht.

Urgels Palm
Ein stadtbekannter Orgelspieler im 19. Jhdt..


Die Kölner Lebensphilosophie ("Das Kölner Grundgesetz"):

§ 1   Et es, wie et es. 
§ 2   Et kütt, wie et kütt.           
§ 3   Et hät noch immer jot jejange. 
§ 4   Et bliev nix wie et wor.
§ 5   Wat fott es, es fott.     
§ 6   Jede Jeck es anders.        
§ 7   Wat soll dä Quatsch?                
§ 8   Hammer immer esu jemaat.  
§ 9   Drink doch ene met.  
§ 10 Kenne mer nit, bruche mer nit.
§ 11 Mach et jot, ävver nit zo off.

- eine von diversen Fassungen! -
Das - nicht allzu ernst zu nehmende - Motto eines eingefleischten (männlichen) Kölners könnte frei nach Sokrates lauten:

"Für 3 Dinge danke ich dem Schicksal.
Erstens, dass ich ein Mensch bin und kein Tier.
Zweitens, dass ich ein Mann bin und kein Weib.
Drittens, dass ich
ein Helene (= Kölner) bin und kein Barbar (= Düsseldorfer)."

(Sokrates, griechischer Philosoph, 3. Jhdt. v. Chr.)

Kölner Karneval/Dr kölsche Boor
(Skulptur im historischen Rathaus)  
Kölner Karneval/Dr kölsche Boor
(am Eigelsteintor)
Der kölsche Boor (Kölner Bauer)
Kölner Karneval/Tünnes und Schäl
Denkmal Tünnes und Schäl
(vor Groß St. Martin, Nähe Alter Markt)
Kölner Karneval/Jupp-Schmitz-Denkmal
Jupp-Schmitz-Denkmal
(Jupp-Schmitz-Plätzchen am Baukomplex An Farina)
Kölner Karneval/Karl-Berbuir-Platz
Denkmal  "Müllemer Bötche" mit Karl Berbuir
(Karl-Berbuir-Platz in der Kölner Südstadt)

A. Anhang (Rosenmontagszug)
                                                                                                                                          
Der Zoch

Der Kölner Rosenmontagszug ist der Höhepunkt des offiziellen Karnevals jeder Karnevalssession in Köln. Zumeist über 1,2 Millionen Menschen besuchen den Zugweg in der Kölner Innenstadt, um den größten Karnevalszumzug in Deutschland und wohl der Welt zu sehen und zu erleben. In Köln fand 1823 der erste organisierte Karnevalszug in Deutschland statt, heute der größte Zug Deutschlands Das Motto des ersten Rosenmontagszugs lautete: Thronbesteigung des Helden Carneval.

Jedes Jahr steht der "Zoch" unter einem anderen Motto, dass sich wie ein roter Faden durch den ganzen Zug zieht, damit sich in dieser karnevalistischen Großveranstaltung ein einheitliches Bild ergibt. Populäre und aktuelle Themen aus Politik, Sport, Wirtschaft, aber auch Gesellschaft und Stadtleben werden hier parodiert. Der Zug ist in Abteilungen und Gruppen eingeteilt. Zugleiter: bis 2005 Alexander von Chiari, ab 2006 Christoph Kuckelkorn.

Ein wichtiges Element im Zoch sind die Darstellungen der Traditionskorps, der Tanzgruppen und der Karnevals-Gesellschaften, die mit Fußgruppen, Reitern, Kutschen und Fest- oder Prunkwagen mitziehen. Sie haben ebenso viel Spaß wie die Zuschauer am Straßenrand und auf den Tribünen. Das  Wurfmaterial (Kamelle, Schokolade, Pralinen  und Strüßjer) zahlen sie  selbst nach dem Motte “Wä jitt, wat hä hätt, es wäät, dat hä lääv“ (Wer gibt, was er hat, ist wert, dass er lebt).

Als Höhepunkt eines jeden Zuges gilt, wenn am Zugende Bauer und Jungfrau mit der Ehrengarde und als letzte Gruppe der Prinz Karneval mit seiner Priunzengarde dem närrischen Volk zujubeln. Das Dreigestirn genießt den Augenblick, denn „Am Aschermittwoch ist alles vorbei ".

Zugweg der Kölner Rosenmontagszüge 2010 - 2012
(Vorbeimarschzeit ca. 4 Stunden):
Start 10:30 am Chlodwigplatz in der Kölner Südstadt -  Severinsstraße -  Mathiasstraße (= Umweg nach dem Einsturz des Stadtarchivs an der Severinsstraße) - Hohe Straße - Schildergasse - Krebsgasse - Breite Straße - Magnusstraße/Burgmauer - Brückenstraße -  Gürzenichstraße - Heumarkt - Alter Markt - Am Hof - vorbei am Kölner Dom - An den Dominikanern - Zeughausstraße - Mohrenstraße und Auflösung der Zugspitze gegen 14:30 (mit einer kleinen Abweichung auch Weg der Schull- und Veedelszöch am Karnevals-Sonntag) (Zugweg ca. 7,0 km)

Zugweg des Kölner Rosenmontagszugs 2013 und vorerst folgende (Vorbeimarschzeit ca. 4 Stunden):
Wegen der Baumaßnahmen am Opernhaus teilweise geänderter Weg unter Einbeziehung der Ringstraße: Start 10:30 Uhr (2015: 10:11 Uhr) am Chlodwigplatz in der Kölner Südstadt - Severinsstraße - Mathiasstraße (= Umweg nach dem Einsturz des Stadtarchivs an der Severinsstraße) - Hohe Straße - Schildergasse - Neumarkt - Mittelstraße - Hohenzollernring - Friesenplatz - Magnusstraße/Burgmauer - Brückenstraße - Gürzenichstraße - Heumarkt - Alter Markt - Am Hof - vorbei am Kölner Dom - An den Dominikanern - Zeughausstraße - Mohrenstraße und Auflösung der Zugspitze gegen 14:15 (mit einer kleinen Abweichung auch Weg der Schull- und Veedelszöch am Karnevals-Sonntag) (Zugweg ca. 7,5 km). Motto 2013: "Fastelovend em Blot, he un am Zuckerhot" (Karneval im Blut, hier und am Zuckerhut - in Rio, der Partnerstadt Kölns -).

Rosenmontagszug 2014:
Motto:
 "Zokunf – Mer spingkse wat kütt" (Zukunft - wir schauen vorsichtig, was kommt).

Daten des Rosenmontagszuges 2014 (Angaben Festkomitee Kölner Karneval): Länge des Zuges: 8 km, Länge des Zugweges: ca. 7,5 km, Vorbeimarschzeit: über 4 Stunden, 11972 Teilnehmer/innen, 82 Musik-Kapellen aus Köln, dem Umland und dem In- und Ausland, 114 Fest-und Persiflagewagen, Prunkwagen und Kutschen, 511  Pferde, ca. 1,5 Mio Zuschauer.

Rosenmontagszug 2016:
Wegen einer Sturmwarnung war die Durchführung des Zochs 2016 gefährdet. Anders als in Düsseldorf und Mainz, die neben einigen anderen Städten am Vortag ihre Rosenmontagszüge abgesagt hatten, wurde in Köln am Vorabend entschieden, dass der Zug bis auf ein paar Reduzierungen (z. B. wurde die Pferde rausgenommen) planmäßig stattfindet.. Und Köln hatte Glück. Am Rosenmontag war relatives  gutes - zeitweise sogar sonniges - Wetter und nachmittags gab es allenfalls etwas mehr Wind als normal. Also ruichtig entschieden!
Schöne Kommentare dazu: KStA: "
Köln sagt den Sturm ab!" Oder: "Düsseldorf sagt den Zoch ab. Kölle sagt den Sturm ab!" „Wir haben gehört, dass soeben die ersten Düsseldorfer zum Mitfeiern eingetroffen sind" (Kölscher Humor im Angesicht des abgewendeten Sturm-Dramas.).

Zuschauer (Beispiele):
Rosenmontagszug:
2007: ca. 1,2 Mio; Motto "Mir all
sin Kölle" 2008:  ca. 1,2 Mio; Motto: "Jeschenke för Kölle - uns Kulturkamelle". 2009:  ca. 1,2 Mio; Motto: "Unser Fastelovend - himmlich jeck"2010:  ca.  1,3 Mio;  Motto: "In Kölle jebützt".  2011:  weit über 1 Mio;  Motto "Köln hat was zu beaten".  Erfreuliches Zitat der Polizei für den Karneval 2011: "... Und wenn man bedenkt, dass gestern so viele Jecke wie seit Jahren nicht mehr in Köln waren, hatten wir relativ weniger Einsätze als im Vorjahr". 2014: ca. 1,5 Mio.; Motto:  "Zokunf – Mer spingkse wat kütt" (Zukunft - wir gucken (vorsichtig), was kommt).

Schull- und Veedelszöch am Karnevals-Sonntag:

2007: ca. 500 000.  2008: ca. 600 000.  2009 (bei schlechtem Wetter): ca. 300 000.  2010  (bei Eis, Schnee und Kälte): ca. 200 000.  2011: laut Polizei ca. 450 000.

                                 


Weitere umfangreiche Informationen zum  Kölner Karneval mit Informationen zur Chronik des Kölner Karneval unter  
http://www.koelner-karneval.info/Chronik/ChronikKoelnerKarneval1823bis1938.html und http://www.koelner-karneval.info/Chronik/ChronikKoelnerKarneval1939bisheute.html  .


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GL_Köln/12.02.2017

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